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Maurice Ravel

(Frühes 20. Jahrhundert)
   
 
Maurice Ravel

Maurice Ravel wurde am 7. März 1875 in der Stadt Ciboure in Südfrankreich geboren. Sein Vater Joseph Ravel stammte aus der französischsprachigen Schweiz und seine Mutter Marie Delouart war in Madrid aufgewachsen. Eine Mischung der musikalischen Kulturen beider Länder diente Ravel als Inspirationsquelle für sein späteres Schaffen. Mit 7 Jahren begann Ravel mit dem Musikunterricht und im Jahre 1889 ging er an das Pariser Konservatorium, wo er Klavier studierte und das Recht auf die selbständige Aufführungstätigkeit nach dem Abschluss erhielt. Sein Interesse für Komposition entwickelte sich, nachdem er den Begründer des Impressionismus und Minimalismus Erik Satie und den Pianisten Ricardo Viñes kennengelernt hatte. Sein erstes bedeutendes Werk war "Habanera" für zwei Klaviere, die später zum dritten Satz seiner "Rhapsodie Espagnole" wurde.

Der Zeitraum von 1900 bis 1914 war von der Erstarkung Ravels kreativer Schaffenskraft gekennzeichnet. 1905 brach er alle Beziehungen zum Konservatorium und den akademischen Kreisen endgültig ab - sie fanden seine Werke zu radikal und destruktiv. Währenddessen wurde die impressionistische Ästhetik seiner Werke vom Publikum und den Kritikern sehr positiv aufgenommen. Oft verglich man Ravel mit Claude Debussy, mit dem Ravel in freundschaftlicher und beruflicher Beziehung stand, den er auch immer bewunderte. Doch ungeachtet dieser öffentlichen Meinung gab es viele Unterschiede in ihrem Zugang zur Musik. Der Musik von Debussy lag Spontaneität und Improvisation zugrunde, während sich Ravel auf Form und Technik verließ. In dieser Zeit komponierte er fünf Klavierstücke "Miroirs", das Orchesterstück "Rhapsodie Espagnole", die Oper " L’Heure Espagnole ", das Ballett " Daphnis et Chloé ". In diesen Werken zeigte sich Ravel als Schöpfer mit ausdrucksvoller musikalischen Bildkraft und geschickter Meister folkloristischer Elemente. 1909 und 1911 unternahm er Auslandstourneen nach England und Schottland.

Am Ende des Ersten Weltkrieges war Ravel, der als Lastwagenfahrer diente, emotional am Ende. Als Debussy im Jahre 1918 starb, traten Satie, Strawinsky und Schönberg auf die Bühne und die klassische Musik bekam ein neues modernes Gesicht, wozu auch Ravel bald beitrug. In dieser Zeit komponierte er hauptsächlich instrumentale Werke mit einer starken emotionalen Komponente. Eines seiner populärsten Werke der Zeit war "Le Tombeau de Couperin", und in der Zwischenzeit beauftragte Diaghilev Ravel mit dem Ballett "La Valse", das später zu einem beliebten Konzertstück wurde. Ravel machte häufige Tourneen durch Europa und im Jahr 1926 ging er auf eine viermonatige Tournee nach Nordamerika. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich komponierte er sein berühmtestes Orchesterwerk "Bolero".

Im Jahr 1932 begann er mit dem Ballett "Jeanne D'Arc", musste seine Arbeit aber nach einem Autounfall einstellen. Er litt in Folge an einer neurologischen Erkrankung und schrieb keine weiteren grösseren Werke. Seine letzten Werke waren drei Lieder für den Film "Abenteuer von Don Quixote", die später unter dem Titel "Don Quichotte à Dulcinée" veröffentlicht wurden. Ravel starb am 28. Dezember 1937 in Paris und wurde auf dem Friedhof von Levallois-Perret begraben.

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