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Giacomo Puccini

(Romantik - Frühes 20. Jahrhundert)
   
 
Giacomo Puccini

Giacomo Puccini wurde am 22. Dezember 1858 in Lucca (Norditalien) in eine Familie geboren, der schon fünf Generationen von Musikern entstammte. Als er fünf Jahre alt war, verlor Puccini den Vater und sein Onkel Fortunato Magi begann ihm Musikunterricht zu geben, obwohl er von Giacomos Fähigkeiten nicht viel hielt – der Junge war zu undiszipliniert. Mit vierzehn Jahren wurde er als Organist in einer Kirche angestellt. Nachdem er sich in Pisa Verdis „Aida“ zum ersten Mal angesehen hatte, nahm er sich fest vor, Opernkomponist zu werden. Mit der Unterstützung seines wohlhabenden Onkels sowie eines Stipendiums von Königin Margherita schrieb er sich im Herbst 1880 beim Mailänder Konservatorium ein.

Während des Studiums am Konservatorium nahm er 1882 an einem Wettbewerb für Einakter teil. Um den Schlusstermin einzuhalten, schrieb er seine Oper „Le Villi“ in solcher Eile, dass die die Partitur fast unlesbar war. Obwohl der Komponist den ersten Preis nicht gewann, wurde die Inszenierung der Oper von seinen Freunden finanziert und 1884 in Mailand höchst erfolgreich uraufgeführt. Sie erregte die Aufmerksamkeit von Juilio Ricordi, dem Leiter des einflussreichen Musikverlags "G. Ricordi & Co", der das Urheberrecht für die Oper sofort kaufte. Er gab Puccini ein monatliches Stipendium und bestellte bei ihm die Oper „Edgar“, die im Jahre 1889 uraufgeführt wurde. Sie war ein Misserfolg trotz harter Arbeit von Puccini. Er beschuldigte Fontana, den Librettist, für das Fiasko die Schuld zu tragen und beschloss, die Libretti für seine Opern selbst zu schreiben. Er war ständig auf der Suche nach passenden Themen für seine Musik, bis schließlich zwei Librettisten Luigi Illica und Giuseppe Giacosa beinahe zufällig zusammenkamen, um die Oper „Manon Lescaut“ zu beenden. Die Premiere fand 1893 in Turin statt und war tatsächlich der lang ersehnte große Erfolg. In selben Jahr wurde die Oper erfolgreich in St. Petersburg, Rio de Janeiro, Buenos Aries und München aufgeführt. Dank der Lizenzgebühren, die Puccini erhielt, konnte er seine Schulden zurückzahlen und sich in der Villa in Torre del Lago niederlassen.

Illica und Giacosa arbeiteten mit Puccini an seinen nächsten drei Opern „La Boheme“, „Tosca“ und „Madame Butterfly“. „La Boheme“ machte Puccini weltbekannt. Sie wurde am 1. Februar 1896 dem begeisterten Turiner Publikum zum ersten Mal gezeigt. Zusammen mit „Tosca“ bleibt sie eine der beliebtesten Opern in der Welt. „Tosca“, die im Jahre 1900 uraufgeführt wurde, war Puccinis erstes veristisches Werk. In dieser Oper werden zahlreiche Aspekten des wirklichen Lebens, eben auch Gewalt, dargestellt. Dank ihrer kennzeichnenden Besonderheiten nimmt „Tosca“ einen besonderen Platz in der Geschichte der Oper ein, innerhalb eines Jahres wurde sie fast auf allen größten Theaterbühnen der Welt aufgeführt.

Puccini war einer der ersten Opernkomponisten, der sich in seinem Werk dem Thema der japanischen Kultur zuwendete. Als er im Jahre 1900 der Londoner Aufführung von „Madam Butterfly“, dem Werk vom amerikanischen Dramatiker David Belasco, beiwohnte, war der Komponist davon tief beeindruckt, obwohl er kein Wort Englisch verstand. Nach der Unterzeichnung des Vertrages mit Belasco machte sich Puccini sorgfältig an die Arbeit. Wegen der zwei überlangen Akte und nur einem Intervall fiel die Premiere der Oper im Jahre 1904 von beim Publikum durch, erst nach einer Überarbeitung wurde auch sie zum weltweiten Erfolg.

Nach 1904 komponierte er weniger. Der begeisterte Anhänger von Tierkämpfen und schnellen Autos verlor bei einem großen Autounfall im Jahre 1903 fast sein Leben. 1906 starb sein Librettist Giuseppe Giacosa und 1909 brach ein Skandal aus, als Puccini von seiner Frau Elvira fälschlich beschuldigt wurde, eine Affäre mit ihrer Magd zu haben. Infolgedessen beging das Mädchen später Selbstmord und nach der ärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass es immer noch Jungfrau war. Elvira wurde der Verfolgung und Verleumdung angeklagt und zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Damit die Familie des Mädchens die Anklage zurücknahm, musste ihr Puccini eine erhebliche Summe Geld zahlen. Zusammen mit dem Tod seines Herausgebers und Verlegers Juilio Ricordi, einem guten Freund, im Jahre 1912 endete die wohl fruchtbarste Phase in der Karriere des Komponisten. Die Oper „La fanciulla del West“, die Puccini für eine seiner besten hielt, wurde 1910 abgeschlossen. Sein nächstes Werk war „La Rondine“, die Überarbeitung der erfolglosen Operette. Sie wurde in Monte Carlo am 27. März 1917 uraufgeführt. 1918 fand die Premiere von „Il Trittico“ in New York statt. Sie bestand aus drei Einakter: dem grausamen Stück „Il Tabarro“, der sentimentalen Tragödie „Suor Angelica“ und der Komödie „Gianni Schicchi“. Seine letzte Oper „Turandot“ blieb wegen des Todes des Komponisten unvollendet, wurde aber später von Franco Alfano anhand von Puccinis Skizzen abgeschlossen.

Puccini war ein eingefleischter Zigarettenraucher und 1923 begann über chronische Halsschmerzen zu klagen. Man diagnostizierte bei ihm Kehlkopfkrebs. Seine Ärzte empfahlen dem Komponisten eine neue und experimentelle Strahlentherapie in Brüssel durchzumachen. Er starb dort am 29. November 1924 an Komplikationen nach der Behandlung - sein Herz war zu schwach, um den Behandlungsstrapazen standzuhalten. Die Nachricht von seinem Tod erreichte Rom während der Aufführung von „La Bohème“. Die Oper wurde sofort abgebrochen und das Orchester spielte den Trauermarsch von Chopin vor dem sprachlosen Publikum. Er wurde in Mailand begraben, später wurden seine sterblichen Überreste auf seinen Sitz in Torre del Lago umgebettet.

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